Episode Drei | Die Rache des Voss

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Diesmal machen wir uns Gedanken über die Monetarisierung von Online-Games und die Geschäftspraktiken Schwedischer Möbelhäuser. Zum Interview haben wir Ralf "Cyborg" Neuhäuser und Marius Seth da.

Auch bei

Wir reden diesmal darüber, dass wir leider die Koks Digital in Bochum verpasst haben. Mist! Ausserdem geht es um gezerrte Waden und moderne Monetarisierung bei Online Games, speziell Warframe.

Interviews haben wir im Factory Campus gemacht. Cyborg Ralf Neuhäuser und Marius Seth von Airship waren so freundlich sich kurz mit uns zu unterhalten.

Verstört von den Geschäftspraktiken Schwedischer Möbelhäuser schrecken wir diesmal sogar vor politischen Äusserungen nicht zurück: auf zur Europawahl am 26.05. um Rache an Axel zu üben!

00:00:00 Stefan: So, da haben wir Montag den 6. Mai: die Zeit vergeht hier ist wieder die Digitale Kohle mit

00:00:04 Christian: Christian Behrends, dem Datenverarbeitungskaufmann der Herzen und

00:00:06 Stefan: Stefan Schmidt Webentwickler und Berater im Bereich Webrelaunch aus Düsseldorf beide. Das merkt man auch wieder mal ein bisschen an den heutigen Interviews. Wir kommen nicht so richtig aus Düsseldorf raus. Wir müssen mal sehen, dass wir mehr ins Ruhrgebiet kommen, aber es liegt einfach so schön nah und ich habe heute zwei Interviews gemacht im Factory Campus, aber dazu später. Wir haben nämlich sonst eigentlich wenig. Mai und Feiertage und noch ein bisschen Ruhebedürfnis. Hast du die Zeit wenigstens ganz gut rumgebracht?

00:00:34 Christian: Ja, ich habe leider das Koks Digital verpasst in Bochum.

00:00:38 Stefan: Was war das?

00:00:39 Christian: Das war ein Event-Tag der in Bochum stattgefunden hat. Da ging es um Marketing im digitalen Bereich. Mit vielen Speaker*innen den ganzen Tag lang. Wäre ich gerne hingefahren aber man muss ja auch ein wenig arbeiten, zwischendurch.

00:00:50 Stefan: Ja, ähnlich ging es mir auch und zwischendurch bin ich dann noch ein bisschen gelaufen. Du hast wahrscheinlich gesehen, dass ich etwas humpel, das war dann wahrscheinlich doch etwas zuviel aber meine Nike-App hat mich wieder aufgefordert. Das könnt jetzt eine Überleitung sein zu dem Interview das sparen wir uns aber noch auf. Wir haben uns überlegt wir wollen das Ganze ungefähr über 30 Minuten belassen. Das ist glaube ich ne ganz gute Länge für so ein Podcast, gerade zu so einem speziellen Thema der euch natürlich intellektuell auch sehr fordert.

00:01:14 Christian: Intellektuell gefordert werden ist natürlich super, wobei ich noch erzählen kann: ich bin momentan unterwegs mit Warframe, das ist ein Spiel mit dem ich mich beschäftige. interessant dabei ist die Monetarisierung. Das ist sehr modern. Wer sich damit auskennt, mit Everquest, World of Warcraft den online spielen, da gabs dann irgendwann die China-Farmer die halt digitale Schwerter, Rüstungen und Ähnliches gehandelt haben. Das ist jetzt bei Warframe integriert. Da gibt es etwas was echtes Geld symbolisiert und das kann man sich dann kaufen und man kann sich, sehr fair gelöst ist das, Dinge „erfarmen“ also erspielen oder man kann sie sich halt mit echtem Geld kaufen. Das hat mich sehr beeindruckt wie sich das entwickelt hat mit Warframe. Kann ich dir empfehlen, den Titel.

00:00:50 Stefan: Ja, ich spiele, wenn man das rumspielen an meiner Pulsuhr beiseite lässt, ja eigentlich überhaupt nicht. Deshalb bin ich da so bisschen außen vor. Du zahlst nicht mehrr das Spiel selber wie das früher mal der Fall war sondern du bezahlst quasi dafür, dass du einzelne Elemente in diesem Spiel benutzen kannst?

00:01:14 Christian: Grundsätzlich ist das free-to-play, also man kann sich das runterladen das gibt inzwischen auf PC, auf Playstation 4, XBOX und sogar Switch. Man kann anfangen zu spielen und kann sich alles erpielen ohne irgendeinen Cent dafür auszugeben, oder 1$, und das was man sich auf soll ich kaufen kann sind beispielsweise Sachen die hübsch aussehen oder man kann Dinge beschleunigen die man aber nicht beschleunigen muss. Also das ist wirklich so, man kann Geld reinstecken man muss es aber nicht. Das ist wirklich sehr fair gelöst und weil es so fair gelöst ist habe ich auch kein Problem wenn ich da 100 Stunden damit verbringe dann 50 Euro da reinzustecken.

00:02:56 Stefan: Okay, dann können wir jetzt darüber spekulieren wer von uns den höheren Preis für seine Freizeitgestaltung bezahlt hat: ich mit meiner Wadenzerrung oder du mit deinem Kleingeld in irgendwelchen Spielen.

00:03:08: Steigen wir mit unserem ersten Interview ein ich war im Factory Campus und habe da den Ralf Neuhäuser interviewt der da vor Ort falls erst Botschafter den Laden so bisschen vorstellt und Besucher informiert.

00:03:25: Diesmal bin ich im Keller angekommen, in einem Raum den ich schon kenne vom TYPO3 Meetup, dass hier monatlich stattfindet. Wir sind im Factory Campus an der Erkrather Straße in Düsseldorf und neben mir sitzt Ralf Neuhäuser, bekannt als Promoter der Factory Campus, also als jemand der sich maßgeblich in den letzten Jahren um die Außendarstellung bemüht hat. Hallo Ralf!

00:03:46 Ralf: Ja hallo Stefan! Schön, dass du hier bist!

00:03:49 Stefan: ich habe vor zwei Jahren schon mal einen Artikel hier über den Campus geschrieben. Da wart ihr ganz frisch. Da hatte der glaube ich in der Halle drüben gerade mal die ersten Sachen rausgerissen und hier die ehemalige Büros der Firma …

00:04:01 Ralf: Metso Lindemann war hier eine Recycling Maschinenfabrik die 100 Jahre lang hier produzierte doch nun sind wir in den ehemaligen Verwaltungsgebäuden.

00:04:08 Stefan: Und alle diese Büros findet ja auch schon eine Menge statt, da haben sich in letzten zwei Jahren ja jede Menge Firmen angesiedelt aber es ist ja noch deutlich mehr geplant. StartUp und CoWorking verbindet man eigentlich in erster Linie mit digitalen Firmen, wobei es so nicht ganz stimmt.

00:04:22 Ralf: Ja, die Mischung macht es am Ende. Wir haben also eine Mischung von verschiedenen Firmen hier mit digitalen Produkten aber auch Service-Produkten, Dienstleistungen, Beratung und so weiter, aber durch unseren USP, denn das ist die direkte Anbindung an das Glasfasernetz, haben wir natürlich den Fokus auch auf Digitales.

00:04:39 Stefan: Hast du ungefähr ein Überblick wie viel Firmen oder welche welche Firmen als Beispiele hier gerade für innovative digitale Technik stehen?

00:04:46 Ralf: Also. wir haben gerade im IOT Lab zusammengesessen mit der Firma GREATECH die IOT Lösungen anbietet.

00:04:59 Stefan: Was heißt IOT, ganz kurz für die die es noch nicht kennen?

00:05:00 Ralf: Ja, das ist das Internet Of Things und Chris Grundig von GREATECH stellt halt IOT-Devices her und der ist zwar noch nicht hier angesiedelt engagiert sich aber schon dabei das IOT Lab mit Leben zu füllen, wo wir Firmen zusammenbringen die eben gemeinsam dann auch irgendwelche Lösungen entwickeln.

00:05:16: Ja, Firmen die hier schon gedeihen das sind z.b. die E-Learning Manufaktur die haben inzwischen schon eine ganze Etage bezogen weil die auch schnell gewachsen sind. Und und dann gibt’s noch eine Firma aus dem Chemiesektor das ist PINPOOLS

00:05:29: ja, es ist hier natürlich auch eine gewisse Dynamik drin weil es ist ein New Workspace indem es keine langfristigen Bindung gibt. Hier gibt es auch eine gewisse Fluktuation.

00:05:40 Stefan: Was heißt das. wenn ich hier mich ausprobieren will, wenn ich wenn ich meine eigene Idee starten will, wie lange muss ich mich hier mindestens binden?

00:05:46 Ralf: Ja, im Stile eines CoWorkingSpace sind im Moment alle Angebote monatlich kündbar. Das gilt vom CoWorkingPlatz im OpenSpace bis hin zur Geschäftsadresse oder eben auch dem PrivatOffice. Auch dass es monatlich kündbar, so dass man der Dynamik des StartUps gerecht wird. Das StartUp wächst oder verändert sich und da kann man nicht mit langfristigen Gewerbemietverträgen kommen.

00:06:09 Stefan: Und ich habe ja auch die Möglichkeit hier kurzfristig ein Besprechungsraum oder ein Büro für einzelne Aktionen quasi zu zu mieten.

00:06:16 Ralf: Selbstverständlich, Konferenz- und Veranstaltungsräume Projekträume für für jeden Zweck mehr oder weniger. Wir sind ja hier z.b. in der ehemaligen Kantine, Dem MeetUpRaum wo auf Veranstaltung bis zu 140 Gästen möglich sind.

00:06:30 Stefan: der Platz hatte ja schon bisschen eng zu werden. Ich habe beim Reinkommen gesehen, dass schon Container auf dem Hof stehen.

00:06:34 Ralf: Ja, tatsächlich also zum einen ist das Gebäude ausgelastet und die Container auf dem Hof sind allerdings in dem Fall nur temporär. Das ist ein finnisches Unternehmen, Nordic ID heißen die, die machen RFID Lösungen für Logistik und Retail. Die haben jetzt quasi temporär ihren Showroom hier aufgestellt. Die sind auf Roadshow.

00:06:54: Das zeigt aber auch ein bisschen die Diversität und die Attraktivität dieses Standorts.

00:06:58 Stefan: Noch mal ein Bisschen mehr für den Laien: RFID? Was machen die genauer? Also ne ungefähre Anwendungen?

00:07:04 Ralf: Ja, das sind Tags die z.b. in der Kleidung verarbeitet sind als Diebstahlsicherung, aber eben auch für die Warenwirtschaft. Das heißt das sind diese kleinen Tags die dann Piepen zum Piepen bringen wenn man Kleidung klaut. Aber das ist nur ein Teil der Geschichte. Die dienen auch der Logistik und der Warenwirtschaft um zuprüfen welche Bestände, Inventarisierung und so, hinter der Stadt. RFID bedeutet Radio Frequency Identification. Das ist im Prinzip dasselbe was ich auch in meiner Hand habe.

00:07:37 Stefan: Da kommen iwr gleich noch mal zu, aber vorher bleiben noch im Gebäude und gehen erstmal vom Keller aufs Dach. Ihr habt hier größere Antenne für ein Projekt was auch gerade für Menschen die unterwegs mobil im Netz sein wollen vielleicht nicht so uninteressant ist.

00:07:54 Ralf: Ja, es geht ja nicht nur ums Geld verdienen. Natürlich sollen hier StartUps wachsen und gedeihen aber wir haben auch den Freifunk Düsseldorf e.V. hier zu Gast und dem haben wir als LocationHost und Bandbreiten-Sponsor gewährt ihre Antennen auf unseren Turm zu stellen und von da aus werden sie mit sogenannten Airfibers, also Richtfunkantennen, ein freies WLAN der Freifunk Community über Düsseldorf verteilen, sozusagen.

00:08:17 Stefan: Das heißt ich kann in ganz Düsseldorf, auch auf der Straße, nicht nur in Cafés und und anderen Räumen wo das von mir bei den Betreiber angeboten wird, kann ich dann also jederzeit ins Netz und überall auch in der vertretbaren Geschwindigkeit surfen?

00:08:32 Ralf: Richtig, das geht im Prinzip jetzt schon weil diese Freifunk-Community ist ja schon sehr groß und sehr aktiv, aber das hebt das ganze noch mal auf den nächsten Level, weil auch diese Freifunkantennen sind an das Glasfasernetz über unsere Darkfiber angeschlossen und geben dem Ganzen noch mal mehr Schub und damit werden dann hotspotartig größere öffentliche Plätze wo größere Menschenmengen unterwegs sind dann mit freiem WLAN versorgt.

00:08:56 Stefan: Dann noch mal zurück zu dem was du schon angekündigt hast. Wir sind hier in den Raum gegangen und du hast berührungslos die Tür geöffnet die aber eigentlich verschlossen war. Du trägst Chips in deinem Körper. Damimt bist du ja auch schon ein bisschen überregional bekannt geworden weil das ja heute doch noch nicht jeder macht. Wie kommst Du dazu?

00:09:12 Ralf: Ja, ich werde schon von manchen der Cyborg genannt, wobei das natürlich nur ein Schlagwort ist. Ja, ich habe das bei einer Veranstaltung vor anderthalb Jahren kennengelernt. Ich bin bisschen geprägt von der Cyberpunk Literatur und ich habe mit quasi einen Chip in die Hand einsetzen lassen, und später weitere. Inzwischen ist sogar ein Prototyp dabei das ist NFC oder RFID-Technologie die man von Zugangskarten, von Ausweisen, von Leseausweis oder Fitnessstudioausweisen kennt. Ich hoffe sogar in Zukunft damit bezahlen zu können. Perspektivisch möchte ich Schlüssel für Schlüssel und Karte für Karte aus meiner Hosentasche verschwinden lassen und das mit meinen Händen lösen. Ich bin damit eben einfach Pionier. Ich probier das aus. Viele Fragen immer: warum machst du das? und ich antworte dann: warum nicht? Und das ist eben eins von vielen Themen neben eben schon erwähnt IOT oder auf dem Mobility-Meetup was ich hier mache wo ich daneben Firmen aus dem zukünftigen Mobilitäts-Sektor dann zusammen bringe. Also es geht einfach ums machen, ums Vorangehen. Pionier sein und, ja, eben die Chancen in Dingen zu sehen und nicht zuerst die Risiken.

00:10:20 Stefan: Das war unser Interview mit Ralf Neuhäuser der im wirklichen und im übertragenen Sinne hier die Türen öffnet. Vielen Dank!

00:10:20 Ralf: Ja, vielen Dank Stefan für das Interview.

00:10:29: Music.

00:10:34 Christian: Das ist interessant mit den implantierten Chips! Wir Deutschen haben da ja immer große Angst vor, dass wir beobachtet werden und wir kümmern uns ja sehr um Datenschutz. Aber ich habe gehört in Schweden, oder Skandinavien generell, ist das gar kein Thema. Da haben die sowas häufiger und da ist auch Zugangskontrolle zu Unternehmen ist da teilweise wirklich schon mit biometrischen Daten oder implementierten Chips eigentlich Gang und Gäbe.

00:10:56 Stefan: Ich habe da in der Tat auch schon einiges zu gelesen und gesehen. Ich kann natürlich die Skepsis auch etwas verstehen. Wir haben natürlich hier gerade erst schlechte Erfahrungen mit Überwachungen und wir haben etliche generell auch immer sehr schnell bedenkt dass ich alles was irgendwie Veränderung ist gegen uns richten könnte. Was ich dann allerdings auch nicht so grundsätzlich teilen würde. Und wir haben ja auch gerade in einer der ersten beiden Folgen drüber gesprochen: in der ökologischen Entwicklung das hier gar nicht über Technologien und Möglichkeiten gesprochen wird sondern immer nur darüber, was das alles kostet und, dass es bitte alles so bleiben soll wie es ist, obwohl wir alle sehen, dass es so nicht geht.

00:11:30 Christian: Ja es ist halt gute deutsche Tradition, wir haben schon immer Weißwurst gegessen und wir werden Weißwurst weiter essen. Aber ich bin da auch ganz beim Ralf Neuhäuser. Wir sollten eher die Chancen sehen und nicht unbedingt die Bedrohung zuerst.

00:11:44 Stefan: …und Türen öffnen, um im Bild zu bleiben 😉

00:11:47: und wir hatten es ja schon am Anfang: selbst beim Laufen im Wald kommen zumindest wir Männer ja in der Regel nicht ohne Pulsuhr und GPS-Tracking und solche Sachen aus. Macht zumindest mehr Spaß und ich hatte auch schon die Einleitungsbrücke zur Nike-App gemacht. Nicht, weil wir von Nike irgendwie Geld bekommen, wir kennen aber alle diese Push-Nachrichten die auch von vielen anderen Firmen und Dienstleistern auf unsere Handys oder in unser E-Mail Fach geschickt werden und wo die herkommen das kann uns auch jemand erklären der hier in Düsseldorf sitzt, und zwar ist das der Marius Seth von der Firma Airship und auch den habe ich interviewt.

00:12:16: Heute morgen habe ich mal wieder eine Erinnerung aufs Handy bekommen, dass ich mal wieder laufen gehen sollte. Das macht Neid aber nicht selber sondern dahinter steht dann die Firma Airship die das als Dienstleistung anbietet, solche Push-Benachrichtigungen. Kennt wahrscheinlich jeder von euch und Airship ist eine weltweit auftreten Firma aber die haben auch tatsächlich regionale Vertreter und einer davon sitzen wir hier gegenüber, das ist ja Marius Seth hier in Düsseldorf im Factory Campus mit seinem Büre vertreten. Hallo!

00:12:47 Marius: Hallo Stefan! Freut mich, dass ich heute dabei sein darf

00:12:50 Stefan: was macht ihr genau?

00:12:51 Marius: Also: wir sind Spezialisten im Bereich Customer-Engagement. Das heißt wir vertreiben eine Customer-Engagement-Plattform die erlaubt, unsere Kundend eren Kunden direkt über die richtige Plattform zu erreichen. Ja, wie bei Nike was du gerade erwähnt hast, da geht es darum über die mobile App dann die Kunden zu erreichen damit sie halt mit der Applikation mit der Marke mit dem Brand dann auch kommunizieren können. Andere Kanäle die wir zum Beispiel auch anbieten können ist dann auch Versand von E-Mail von SMS z.b. Jetzt auch ganz branntneu auf Social Media über die WhatsApp Kanäle oder auf Facebook Messenger z.b.

00:13:24 Stefan: Besteht auch eine Leistung da er im technischen oder im Dienstleistungsbereich? Also geht es mehr darum komplexe Technik anzubieten um das überhaupt zu ermöglichen oder um die Aussteuerung auf verschiedene Kanäle?

00:13:32 Marius: Ja und nein. Natürlich sind wir erstmal ein IT Dienstleister aber wir haben natürlich auch Professional Services. Unser Ziel ist es wirklich erfolgreich mit unseren Kunden zu arbeiten, dass sie auch die richtigen Kampagnen aufsetzen können, dass sie auch die richtige Art und Weise lernen wie kann ich mit meinem User kommunizieren, ja, was interessiert meine User z.B. wenn ich die Applikation aufmache, oder was für E-Mail-Content bekomme ich passend zu meinem Verhalten zu meinem Kaufverhalten oder global halt mit meiner Interaktion mit diesem Brand oder diese Marke halt

00:14:08 Stefan: Die Nachricht die ich jetzt bekomme, bekomme ich weil ich eine App installiert habe. Welche anderen Wege schlagt ihr dann noch ein? Also was muss ich tun um so eine Nachricht zukommen die ich dann auch wirklich haben wili?

00:13:32 Marius: Bei Nike hast du z.B. eine Push Benachrichtigung bekommen. Hättest du die App z.B. auf dem Handy, ähm, hätten wir dich auch über eine z.B. eine SMS erreichen können um halt z.B: die Applikation herunterzuladen. Du kannst auch an E-Mail bekommen die dann dich daran erinnert, dass du z.B. eine Kundenkarte bei einem Kunden hast z.B. Du kannst auch von einer unseren Kunden im Bereich Airline ein Boardingpass bekommen. Dieser Boardingpass wirst du dann in der Security anzeigen wenn du in den Flieger einsteigst. Das sind so die verschieden Kanäle die wir betreuen. Was Du dafür machen musst ist natürlich dein Einverständnis geben, dass du auch diese Nachrichten bekommen kannst. Und dann passend dazu bekommst du auch normalerweise natürlich die richtige Nachricht zu deinem Kaufverhalten, zu deinem Verhalten in der Applikation auf der Webseite, oder wie auch immer oder wo auch immer du unterwegs bist. Ja, so ist es wirklich auch unser Ziel dass wir nicht unbedingt ein Broadcasting anbieten sondern sehr gezielte Nachrichten um halt auch ein bisschen des schlechte Image das man von den Push-Benachrichtigung hat, dass diese Nachrichten halt nicht nerven sollen. Ja, dass wirklich sehr gezielt, idealerweise bekommst du sogar eine Nachricht mit dem Vornamen drinne, das heißt das ist eine persönliche Ansprache. Wir wissen auch, dass du das letzte Mal auf der Applikation aktiv warst. Dann bekommst du auch wahrscheinlich das über die Applikation am geschickt. Wenn wir zum Beispiel wissen dass du bei einem anderen Kunden das letzte Mal einen Newsletter geöffnet hast, dann werden wir dich eher über diesen Kanal wieder ansprechen weil wir wissen dass es dein Lieblingskanal ist. Also, es geht wirklich darum, dass wir auch die globale Customer-Experience verbessern, ne, um halt zu vermeiden dass du überall die gleichen Nachrichten bekommen, sondern über den richtigen Kanal mit natürlich den richtigen Content, und natürlich bei der richtigen Zeit. Also jederzeit eigentlich.

00:16:15 Stefan: Ist das Geschäft für euch schwer geworden durch die neuen Datenschutzrichtlinien

00:16:18 Marius: Ja schwerer nicht unbedingt. Wir haben sämtliche Maßnahmen getroffen. Da müssten wir natürlich ein bisschen was anpassen mit unserer Technologie. Natürlich das ganze Thema OptIn, Einverständnis ist natürlich bei uns ein riesen Thema. Es ist nicht schwerer geworden, wir müssten bloß ein bisschen daran arbeiten dass es alles konform ist und auch bleibt.

00:16:38 Stefan: Jetzt interessieren sich die meisten unserer Hörer wahrscheinlich ein bisschen mehr für die Technik dahinter. Kannst du uns dazu noch ein bisschen was erzählen?

00:16:44 Marius: Ja also in der Tat: wir sind ein IT-Dienstleister und darum geht es halt dass wir einen SDK haben diese SDK wird entweder auf die Webseite gepackt …

00:16:57 Stefan: Was ist eine SDK?

00:16:58 Marius: Software Development Kit! Diesen SDK wird dann in die Applikation hinzugefügt, auf die Webseite oder wir connecten uns dann per API zu anderen oder externen Lösung um halt genau die SMS zu verschicken. API ist eine Verkürzung, deutsch gesagt, die Schnittstelle. Da müssen wir halt mit sehr vielen externen Lösung kommunizieren, z.B. Data-Warehouse wo wir uns Daten, Kundendaten in Airship dann reinholen um genau die personalisierten Nachrichten rauszuschicken. Wir reden natürlich auch von einem CRM-System um halt hier wirklich auch sämtliche Daten auch wieder in dieses CRM-System wieder zurückzuschicken, und global ja in der Tat ist es eigentlich bloß ein ganz einfaches SDK das man halt in die Applikation installieren muss. Ist natürlich schon ein bisschen Aufwand aber am Ende des Tages lohnt es sich auch.

00:17:50 Stefan: Und diese Data-Center, die Server, wo stehen die? Also wo findet die technische Arbeit dann eigentlich statt?

00:17:55 Marius: Also unsere Data … oder unsere Server liegen in Europa. Das ist natürlich natürlich auch ein großer Vorteil wiederum für uns.

00:18:00 Stefan: und auch für und auch ein wichtiger Punkt im Bezug auf den Datenschutz hier in Europa.

00:18:4 Marius: Ja und nein. Man macht auch meistens den Fehler dass man auch die DPA konform mit einem am Server in Europa verwechselt. In der Tat ist es wichtig, dass die Daten in Europa liegen und bleiben. Das natürlich ein sehr wichtiger Punkt. Man kann aber auch als am internationaler Player trotzdem DPA konform sein. Aber bei uns ist es sowieso keine Frage. Unsere Server liegen in Europa, in Paris und in Belgien, jetzt in dem Fall.

00:18:31 Stefan: Dann noch mal auf eure globale Ausdehnung: wie viel Mitarbeiter seid ihr insgesamt? Also du bist jetzt hier der einzige Vertreter im Standpunkt Düsseldorf?

00:18:37 Marius: ja genau, das ist richtig. Ich bin ja sozusagen der Standalone-Office ein bisschen, aber ich bin natürlich nicht alleine im Unternehmen wir sind um die 350, 380 Mitarbeiter wir haben ein Office, ein Büro, in Paris, in London, jetzt auch ganz neu auch in München. Wir haben auch sehr viele Kollegen in den USA die sitzen meistens alle in Portland oder San Francisco und wir legen auch sehr viel Wert darauf dass wir auch remote Arbeiten. Also ich kann mir auch aussuchen ob ich jetzt von zu Hause arbeite aber das habe ich hoffe ich habe mich erstmal dagegen entschieden weil hier im Factory Campus besteht halt diese Atmosphäre die auch sehr positiv dann für den einzelnen Mitarbeiter ist.

00:19:17 Stefan: Noch von München hat sich also Airship jetzt für Düsseldorf entschieden. Wie kam es zu dieser Standortwahl?

00:19:25 Stefan: Ja also wir haben ja wie gesagt auch Offices in Paris und da ist natürlich die Entscheidung sehr einfach gefallen Paris ist sehr zentral. Frankreich ist sowieso so gestaltet. England ist auch London sozusagen die größte Stadt mit auch sehr viel Dynamik drinne. Bei uns in Deutschland ist ein bisschen anders. Da haben wir natürlich am Anfang geschaut wo wollen wir denn überhaupt hin, und da haben wir uns nach eine gewisse Zeit dann für Düsseldorf entschieden. Ja dafür gibt es natürlich auch unterschiedliche Gründe. Erstens: wir müssen erstmal sitzen wo auch unsere Kunden sind. Wir haben auch sehr viele Kunden jetzt in dieser Region. Das ganze Thema der Anbindung. Ja also Düsseldorf ist dafür auch super. Mann ist innerhalb von paar Minuten am Flughafen und da ich auch viel Reise ist das natürlich auch super interessant. Und dazu halt dieses Ambiente hier. Es gibt sehr vieles StartUps die auch hier sich aufbauen, die sich hier weiterentwickeln. Die ganze Szene ist ja super interessant und dazu kommt auch noch mal der Punkt, es gibt auch sehr viele Softwareunternehmen die sich hier auch aufbauen mit der Zeit. Ja und deswegen wollten einfach dabei sein in dieser Art Vibe ein bisschen um das ganze halt mitfühlen zu können, ja.

00:20:30 Stefan: Prima! am Schreibtisch des Ruhrgebietes quasi. Das war Marius Seth von der Firma Airship die uns regelmäßig, oder unregelmäßig, Push-Nachrichten auf unser Handy oder nur seinen E-Mail Account schicken. Vielen Dank!

00:20:43 Marius: Vielen Dank! Noch einen schönen Tag wünsche ich dir.

00:20:52 Christian: Push-Nachricht ist natürlich was was mir nicht wirklich sympathisch ist weil das fühlst immer so ein bisschen nach geschubst werden an. Ich bin in der Regel kein Freund davon irgendwelche Push Nachrichten zu empfangen, aber das ist natürlich ein Thema, da kann man Leute erreichen und macht natürlich Sinn und es ist natürlich auch ein Business.

00:21:08 Stefan: Und du musst ja eigentlich auch immer zustimmen. Das heißt im Idealfall sind das dann auch nur Meldung wo du auch mal zugestimmt hast und die auf der abbestellen kannst. Ich war am Wochenende bei einem ziemlich großen Möbelhaus und bei der Einfahrt in die Tiefgarage bekomme ich dann auch schon eine Nachricht auf meinen Handy in die habe ich nicht bestellt. Ich musste dem natürlich auch erstmal zustimmen aber eigentlich war in dem Moment auch schon meinen Bildschirm damit zugetextet. Da weiss ich als auch nicht genau wie sich das verhält aber …

00:21:28 Christian: Moment! Wir reden hier von dem großen schwedischen Möbelhaus, das dirr plötzlich irgendwas auf dein Smartphone schicken konnte als du in deren Tiefgarage gefahren bist, verstehe ich das richtig?

00:21:35 Stefan: In dem Moment habe ich da die Möglichkeit bekommen irgendeine App runterzuladen, hätte eben zustimmen müssen. Das war bis ich einen Platz gefunden hatte auch schon wieder weg und ja ich hab’s ja noch nicht gemacht.

00:21:46 Christian: Interessant. Also du fährst einfach rein und die beschicken dein Smartphone mit dem Vorschlag eine App zu installieren?

00:21:52 Stefan: So habe ich das verstanden ja also zumindest war deren Logo auf meinem Bildschirm zu sehen was ich bis dahin noch als Navi benutzt hatte. Deshalb habe ich das überhaupt wahrgenommen und ich meine so, dass dass zunehmend auch in Geschäften funktionieren soll. Vielleicht sind wir da jetzt gerade ein bisschen hinterm Mond und es ist schon weiterverbreitet.

00:22:10 Christian: Ja, das habe ich in der Tat so noch nie wahrgenommen dass irgendjemand irgendwas auf mein Handy gepusht hat, dass ich irgendwas installieren sollte, sobald ich die Räumlichkeiten von dem Unternehmen betrete.

00:22:20 Stefan: Jetzt könnte man sagen, wenn du den Raum betrittst dann könnte auch bei der Tür auch gestanden haben, dass du damit den Geschäftsbedingungen zustimmst. Aber ich glaube aber spätestens bei der Einfahrt in ein Parkhaus kann ich das nicht. Aber die werden sich natürlich rechtliche abgesichert haben. Vielleicht hat draußen von unseren Hörern ja irgendjemand dazu mehr Informationen? Würde uns mal interessieren.

00:22:42 Christian: Ab in die Kommentare, wenn ja!

00:22:44 Stefan: Ihr könnt uns natürlich auch jederzeit über E-Mail anschreiben auch, wenn ihr weitere Anregungen habt. Wir hatten jetzt gerade ein Interview was kein richtiges Startup war, wir wollten noch mehr Startups vorstellen.

00:22:48 Christian: Das wollten wir tun. Machen wir jetzt das dritte Interview?

00:22:52 Stefan: Nein, heute nichtmehr.

00:22:56 Christian: Heute nicht mehr 😉 Aber wir was, worüber wir noch reden könnten wäre die Europawahl die am 26.Mai stattfindet. Da gibt’s ja momentan auch sehr viele Kontroversen gerade mit der Urheberrechtsreform, Artikel 13, Artikel 12, Artikel 11, so Hashtags wie #nieMehrCDU, #nieMehrSPD … was willst du denn nie mehr, Stefan?

00:23:14 Stefan: Ich werde natürlich schon auch die Frage berücksichtigen ob ich in Zukunft erhöre Kühlkosten für meinen Zauber bezahlen soll. Also ich würde das nicht alles über einen Kamm scheren aber diese Frage sollte Dich gerade nach den letzten Entscheidung, die wäre auch in der ersten Folge schon diskutiert haben, auf jeden Fall mit einfließen.

00:23:30 Christian: In der Tat! Mich hat wirklich beeindruckt, mit welcher Ignoranz die großen Parteien irgendwelche Sachen durchprügeln. Da wird nicht drüber diskutiert, das wird einfach durchgepumpt. Das hat mich schon beeindruckt wie Politik gemacht wird in 2019. Das wird auch in meine Wahlentscheidung einfließen.

00:23:44 Stefan: Ja, wahrscheinlich machen wir aber noch eine Folge vor der Wahl aber viele machen ja auch heute Briefwahl. Hatten wir heute eine sehr politische Sendung aber dafür ein wenig selber erlebt. Das soll zum nächsten Mal auch wieder mehr werden. Auch hier wieder: wenn Ihr interessante Meetups, Veranstaltung habt schreibt uns an. macht uns Vorschläge! Wir kommen gerne zu allen Veranstaltungen die im Ruhrgebiet sind und irgendwie digital sind.

00:24:07 Christian: Das tun wir! Wir reisen auch ganz gerne rum, haben allerdings auch jetzt wieder Sachen in Düsseldorf die auf uns zukommen, in Köln, aber mehr ist immer besser.

00:24:20 Christian: Nochmal genau zu unserem Verbreitungsgebiet war jetzt mehrfach nur Düsseldorf und Ruhrgebiet genannt haben also wir haben natürlich die Rhein/Ruhr Schiene. Das heißt das reicht wirklich von Bonn und die angrenzenden Rheinstädte dort bis eben nach Dortmund und auch ein Bisschen darüber hinaus. Also wir werden sicher auch nicht nein sagen wenn interessantes Thema in Hamm finden.

00:24:36 Christian: Bestimmt nicht!

00:24:38 Stefan: Wir werden das ganze mal schneiden und wirklich schnell online stellen und freuen uns dann die vierte Folge vorzubereiten. Ein Interview haben wir ja dafür schon im Kasten und mal schauen was sonst noch kommt. Ich sag mal bis dahin!

00:24:52 Christian: Blüht weiter, lasst es euch gut gehen und genießt den Frühling!

2 Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mit dem Abschicken Deines Kommentars stimmst Du unserer Datenschutzerklärung zu.

Newsletter Bestellen

Mit der Anmeldung an unseren Newsletter stimmst Du unserer Datenschutzerklärung zu.