Episode Sechzehn | Homeoffice Adé

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In dieser Folge reden wir mit Horst Leis über das neue Whistleblower-Gesetz und diverse Datenschutzthemen. Außerdem rekapitulieren wir die Bundestagswahl und sinnieren über die Propagandamacht von Facebook.

Der Herbst ist da, die Bundestagswahl ist gelaufen und der Trend geht weg von Homeoffice und Videokonferenz.

Unser Gast und IT-Rechtsanwalt Horst Leis erzählt uns vom kommenden Whistleblower-Gesetz und anderen Neuerungen bei der DSGVO. Stefan und Christian hadern wie immer mit dem Stand der Digitalisierung in Deutschland und reden über die Bundestagswahl. Stafan empfiehlt uns zu dem Thema den Arte-Beitrag Propagandamaschine Social Media.

Willkommen nach einer sehr langen Sommerpause zur sechszehnten Folge der digitalen Kohle. Hallo Christian, Hallo Stefan, wie geht es ja so alles gut überstanden im Sommer?

Ja, es war nicht viel zu überstehen. Ich habe Urlaub gemacht und tatsächlich auch die neu gewonnenen Freiheit wieder etwas mehr genutzt. Und die nutzt mir gerade auch. Das ist die erste Folge seit ungefähr zehn oder mehr, bei der wir wieder uns gegenübersitzen und in ein Mikrofon sprechen und uns nicht durch einen Bildschirm getrennt sehen.

Genau. Sitzt uns gegenüber in unserem neuen Büro. Wir sind aus dem Homeoffice raus, weil nach der Corona Pandemie und knapp zwei Jahren Homeoffice haben wir uns gedacht, wir brauchen ein Büro und wir müssen raus aus der Bude. Und da sitzen wir jetzt. Wie gefällt dir?

Sehr schön hier. Sehr großräumig, Besprechungsraum, allerdings etwas so heilig, dass ich jetzt in den Proberaum gegangen. Zum Aufnehmen ist da zu viel Glas drin, aber sieht sehr schön aus. Sehr nett hier und viel Arbeitsplätze Fenster. Ja, ziehe ich in der Tat auch dem Homeoffice vor. Ich glaube, was man so am Anfang geglaubt hat, dass die Leute jetzt alle ins Homeoffice gehen und danach nicht mehr da weg wollen. Das hat sich auch ziemlich geändert.

Ich glaube, viele sind das jetzt auch überdrüssig.

Ja, ich bin gespannt, wie sich das weiterentwickelt. Homeoffice hat natürlich Vorteile, gerade auch wenn es um Reisen und Autofahren geht, sprich Klimaschutz. Dann ist es natürlich ganz gut, wenn man nicht viel pendeln muss. Aber es ist halt eine Belastung, wenn man wirklich nur noch im Homeoffice und dann nur noch zu Hause wie jetzt in der Corona Animate, dann bin ich ganz froh, dass ich jetzt ab und zu mal durch die Gegend fahren kann. Mit dem Fahrrad hauptsächlich ins Büro fahren.

Wir haben auch jetzt gerade wieder festgestellt, was alles wegfällt, also so bequem das eben auch ist, immer am Bildschirm sehr schnell ohne Anfahrtswege mit Leuten sprechen zu können. Es fehlen natürlich diese ganzen informellen Dinge, dieser kleine Austausch zwischendurch, wo man immer nur mal ganz kurz anspricht und nicht gezielt über den Bildschirm das nachholen würde oder die Medien deshalb auch nicht anrufen würde.

Genau das ist glaube ich, 70 prozent der Kommunikation zwischen Menschen findet ja nonverbal statt und da hat man natürlich wenig Freude. Wenn man per Videokonferenz oder per Telefon nur kommuniziert, ist das natürlich weniger schön, als wenn man sich mal wieder gegenübersitzt wie wir jetzt.

Du hast inzwischen auch ein Interview gemacht, hast du das eigentlich Typekit Screen gemacht oder auch schon live?

Das habe ich schon live gemacht, da war ich bei meinem guten Bekannten Horst Lais in Hahn. Das ist ein IT Rechtsanwalt und der hat immer viele Sachen zu erzählen. Das ist für mich immer sehr spannend. Ich bin ja betrieblicher Datenschutzbeauftragte, ein Fiaker und er ist quasi der für mich, der der Meister als IT Rechtsanwalt, wenn es um Datenschutz und den juristischen Blick auf Datenschutz geht. Und den war ich interviewen und das hab ich uns mitgebracht und da freue ich mich drauf.

Was jetzt am Bildschirm auch nicht sehen würde, sind meine Nackenhaare. Hier kannst du sie erkennen. Es geht hier ums Thema Datenschutz. Ich bin gespannt, sondern einfach mal reinhören.

Wir hören jetzt mal rein. Viel Spaß dabei mit Horst Leinen.

So Hallo, wir sind mal wieder für die digitale Kohle unterwegs. Heute beim ein Hahn für die heutige GmbH arbeitet der gute Mann ist doch bitte mal kurz vor Horst und erklärt uns was du machst.

Tja, was mache ich? Ein großes Zauberwelt. Nein, Spaß beiseite, ich bin gelernter Rechtsanwalt, habe eine sehr lange Historie im IT-Recht, bin auch Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz und habe nebenbei noch eine kleine GmbH, mit der ich den Datenschutz mache. Und da gibt es natürlich diverse Themen, die im Moment besonders relevant sind. Unter anderem natürlich die Frage der Datenschutzgrundverordnung, die jetzt schon fast ein alter Hut ist, sollte man denken. Ist es aber nicht. Können wir auch noch drüber sprechen.

Und das Thema Whistleblowing ist ein großes Thema, weil der europäische Gesetzgeber schon vor einigen Jahren eine Richtlinie dazu erlassen hat, die komischerweise niemand beachtet hat und am 17. Mai diesen Jahres in Kraft tritt und der deutsche Gesetzgeber es faktisch nicht umgesetzt hat. Das heißt, sie greift unmittelbar. Nun, keine Sorge, sie greift gar nicht für jeden Einzelnen, für den Verbraucher schon mal gar nicht und für den Unternehmer erst ab 250 Mitarbeitern, das heißt bis 249 Mitarbeitern ist man erst einmal ein bisschen geschützt, weil die Umsetzung ab 50 Mitarbeiter, also ab dem 50 bis 249, die ist erst in 2022 angesetzt.

Das heißt, da gibt es eine Schonfrist. Aber die Mitarbeiter, die Unternehmen, die mehr haben als diese 249 Mitarbeiter, die müssen das am 17. 12. Umgesetzt haben. Ja, und was ist das? Whistleblower Richtlinie? Ja, das ist das, was man früher Kummerkasten nannte. Ein bisschen auch diese Ideen Box, aber primär Kummerkasten. Das alleine wäre ja nicht so schlimm, das könnte man ja machen. Da hängt man so ein Ding an die Wand und dann ist es das nur der Gesetzgeber.

Der europäische Gesetzgeber hat ein paar, die ich finde auch vernünftige Regelungen für eingezogen, dass derjenige, der pfeift whistle heißt ja pfeifen, dass derjenige dann auch geschützt ist. Das heißt, ich muss dafür sorgen, dass er a anonym pfeifen darf und b das nicht unbedingt, dass bei demjenigen landet, der sofort erkennen kann, wer diesen Pfiff abgegeben hat. Und auf der anderen Seite hat der Pfeifende, sprich der jenige, der etwas meldet, einen erhöhten Kündigungsschutz und muss auch davor seine Dividenden nicht gekürzt bekommen.

Und und und. Also da ist eigentlich das Thema, warum man auch dafür Strukturen schaffen muss und das auch irgendwo neben der Geschäftsführung, in der Auswertung vielleicht in der Compliance, aber nicht in der ersten Anlaufstelle dann irgendwo separat aufhängen muss.

Also zum Thema DSGVO da haben wir uns kennengelernt. Ja, das ist ja schon ein spannendes Thema, worüber wir auch bei der digitalen Codes schon oft geredet und geweint haben. Nur wir müssen halt damit umgehen und das verändert sich auch permanent. Deswegen auch immer noch spannend Datenschutzgrundverordnung. Das mit dem Whistleblowing, dass da jetzt was für Unternehmen auf 250 Mitarbeiter größe, das war mir gar nicht so bewusst und das ist wahrscheinlich vielen unserer Hörer noch nicht so bewusst. Ab wann ist das jetzt verbindlich für die Unternehmen, dass sie so was einrichten müssen, also fertig sein?

De facto muss es Am 17. 12. 2021 wird ab 250 Mitarbeitern und ein Jahr später dann für die weiteren weniger großen Unternehmen. Das ist auch kein großes Zauberwort. Also da gibt es Möglichkeiten, das relativ technisiert abzubilden. Da kann man auch Leistungen am Markt einkaufen, man muss es halt machen. Es wird jetzt auch keiner am 18. Dezember kommen. Du hast das nicht und deswegen gibt es hier ein Bußgeld oder ähnliches. Das ist ein bisschen wie mit der Datenschutzgrundverordnung Alle erschrecken sich und dann kommt der Aktionismus irgendwann später.

Aber Fakt ist, man sollte nicht länger rum schlafen, sondern sollte das anpacken, weil man das auch in die entsprechenden Strukturen packen musste. Eruieren von Möglichkeiten, wie man es abbilden kann. Nennen wir es jetzt mal so Software und auch Strukturen. Das dauert ja seine Zeit. Einen Anbieter auszuwählen, die Strukturen dahinter aufzubauen und so weiter. Also man hat nicht mehr so viel Zeit, das umzusetzen. Ich habe Unternehmen, die machen, das sind auch große Mittelständler.

Das funktioniert. Aber das kriegt man hin innerhalb von zwei Monaten. Das ist nicht das Thema.

Also zwei Monate, um die Infrastruktur zu schaffen, da rein zu sein. Ja, das wäre so deine Einschätzung.

Ja, also es gibt Systeme, mit denen man das machen kann, wo die auch getestet sind, sodass sie Datenschutz konform sind, in Deutschland gehostet. Das ist also unproblematisch. Nur man muss sich halt kümmern. Und wenn man das erst im habe ich jetzt nicht gesagt, wenn man es erst im Dezember angeht und im Januar umgesetzt hat, wird keiner anklopfen und sagen Wo hakt es denn? Ist das nicht da gesagt, es nicht anzugehen und zu ignorieren, nach dem Motto Ich guck mich einfach mal weg?

Das wird keine Lösung sein, weil das wird sicherlich auch nachgefragt. Das sind ja nicht nur Fragen, die sich hinsichtlich des Landes, Datenschutzbeauftragten oder sowas stellen, sondern das sind auch Fragestellungen, die immer weiter gehen. Also mal aus einer anderen Ecke gesprochen Ich kenne ein Unternehmen, einen Kredit haben wollen oder mit anderen Unternehmen zusammenarbeiten. Dann wird heute schon Compliance. Richtlinien werden da abgefragt. Das wird das Transparenzregister abgefragt. Dann werden auch entsprechende Erklärungen gefordert, wie dass man keine Schwarzarbeit macht, dass man keine Kinderarbeit zulässt und so weiter.

Und ich denke, dass diese Frage Whistleblower System genau so in diesen Fragenkatalog aufgenommen wird. Und das betrifft tatsächlich dann auch den den kleinen Mittelständler, der zum Beispiel seine Dienstleister im Rahmen der Leiharbeit oder auch im Rahmen der normalen Tätigkeit als Programmierer in eine Bank schickt oder in eine Versicherung oder ähnliches. Also in dem Moment, wo ich mit etwas größeren Einheiten zusammenarbeite, dort Dienstleistungen erbringe oder Waren verkaufe, wird das langfristig in den Fragenkatalog aufgenommen werden von diesen Unternehmen. Und dann muss ich so was haben.

Klar, spannendes Thema, das wahrscheinlich wirklich noch nicht viel auf dem Schirm haben. Dennoch prima. Vielen Dank dafür, dass uns davon berichtet habe. Gibt es denn noch was Neues zur DSGVO? Was tut sich da aktuell?

Das große Thema sind im Moment natürlich die die Cookies und die Cookie Banner und die Frage, wie Banner ausgezeichnet sind. Also man kennt das ja, da ist schon ein großer grüner Schalter, den man möglichst nicht anklickt. Und da gibt es dann den kleinen Schalter, der war nicht hinterlegt ist und beleuchtet ist, der dann zu weiteren Einstellungen führt. Diese Differenzierung zwischen grün und nicht grün oder rot und und nicht rot dürfte unzulässig sein. Da gibt es einhellige Meinung dazu.

Und das ist im Moment auch in der höchstrichterlichen Rechtsprechung, in der Entscheidungsfindung. Ich gehe davon aus, dass das genauso entschieden wird nach dem Motto Die Schalter müssen gleich sein und die Cookie Einstellungen an sich natürlich auch ein dickes Brett. Datenschutz Regelungen als Geschäftsbedingungen oder Geschäftsbedingungen stehen auch im wettbewerbsrechtlichen Sinne stark auf dem Prüfstand, beschäftigen im auch die Gerichte rauf und runter. Das sind so ein bisschen die Themen, bei denen man aufpassen muss, dass Cookie und die die Schalter Einstellungen.

Ansonsten das Alltagsgeschäft Arbeitsrecht ist ein großes Thema im datenschutzrechtlichen Sinne. Also Foto, Videoaufnahmen, Kamera versteckt oder nicht versteckt. Dann natürlich ist das Mitbestimmung oder Mitbestimmung. Schließlich muss ich den Betriebsrat mit ins Boot nehmen, wenn ich eine Kamera aufhängen werde, ihn auswerten. Wann darf ich auswerten? Das sind ganz viele Themen, die das spannend sind. Und auch in der Mitbestimmung gibt es einige Entscheidungen zu diversen Bereichen, also Computer Auswertungen. Denn wenn Anführungszeichen Pornos geguckt werden oder ähnliches, darf ich das?

Wann darf ich das? Wie darf ich den Computer sichten? Mit Betriebsrat ohne Betriebsrat? Gefahr im Verzug? All diese Fragestellungen. Das ist im Moment ziemlich im Fluss, ist aber auch nachvollziehbar, wenn die Datenschutzgrundverordnung im Verhältnis zu allen anderen Gesetzen, die wir so haben und gerade auch im Rahmen der Mitbestimmung Betriebsrat, Arbeitnehmer, Datenschutz und so weiter das alles ist gerade erst im Entstehen ist dass das Thema Cookie. Angesprochen mit den Grünen und den ausgegraut Wattens, dass das Thema Nudging richtig, dass gerade irgendwelche Rechtsprechungen gegeben.

Genau das ist ja das, was ich meinte, das ist relativ klar. Die Meinung in der Literatur ist schon länger dazu und die Rechtsprechung entwickelt sich dazu gerade auch erst. Aber dann muss man einfach sagen dieses ausgegraut oder das hervorgehobene der Schalters, den ich gerne haben möchte, damit der Kunde der Besucher genau diesen anklickt, das ist nicht zulässig. Ich muss das gleichwertig darstellen, ich es nicht leichtfertig darstelle, dann dürfte diese Kuki Zustimmung keine Zustimmung sein. Und da sie dann keine Zustimmung ist, ist das Ganze datenschutzrechtlich nicht zulässig.

Das könnte ja alles harmlos sein, aber das fällt mir natürlich an zwei Stellen auf die Füße. Nämlich wenn der Konkurrent oder die Wettbewerbs Zentrale, die auch ganz gerne da hinterher ist, hergeht und das mal abmahnt im tatsächlichen Sinne oder eben ein Kunde nicht besonders amüsiert darüber ist und das ganze mal dem Datenschutzbeauftragten meldet, auch dann habe ich natürlich Eile im Verzug, weil natürlich der Datenschutzbeauftragte dann von mir eine Begründung haben will, warum ich das so tue. Und die kann ich natürlich nicht liefern, weil die Rechtsprechung dazu mittlerweile klar ist, dass es nicht zulässig ist, das ungleich zu behandeln.

Wenn ich alles grau mache, kein Problem. Ansonsten muss ich dann halt geben, das nicht so differenziert machen wie wie, wie es jetzt ist. Nach dem muss es eine Rot oder grün oder gelb und das andere dann im normalen Fließtext. Das funktioniert nicht.

Ja, das ist klar. Das ist aber wirklich sehr häufig der Fall. Das sieht man ständig. Also ich zumindest, dass man bei diesen Kultivierenden immer alles akzeptieren hat oder weitere Einstellungen dann irgendwo suchen muss. Und das ist natürlich nicht korrekt. Ja, ja, die DSGVO verändert sich, das wird auch auch schärfer geschossen, habe ich das Gefühl.

Ja klar, weil die schon Fristen sind natürlich jetzt langsam aufgebraucht, kann man nicht sagen. Es war ja nie manifestiert, dass es welche gibt. Aber Frau Merkel hat ja damals gesagt Naja, halten Sie mal die Füße still und wir werden uns schon um kümmern. Es wird alles umgesetzt und so ist ja auch viel da passiert. Aber jetzt schlagen halt die ersten wesentlichen Dinge auf. Ja auch, dass die Staaten Bußgelder gegen Google, Facebook und so weiter verhängen, die astronomische Summen umfassen.

Also das ist nachvollziehbar. Das kommt jetzt in der Bevölkerung an, ob diese Summen dann immer im Einzelfall gerechtfertigt sind, das sieht man ja dann auch, dass sie im Gerichtsverfahren möglicherweise dann nach unten geschraubt werden. Aber die Summen sind dann trotzdem, auch wenn sie nach unten geschraubt werden, enorm, was ja auch gut ist. Das erhöht den Druck auf die großen Unternehmen, sich Datenschutz konform zu verhalten. Aber wenn man diese dazu auch Listen drüber, was für Bußgelder wann wo erhoben werden, auch von den Landes Datenschutzbehörden.

Das gibt einem natürlich auch einen gewissen Anhaltspunkt darüber, wenn ich mich nicht Datenschutz konform verhalte, dass da möglicherweise dann auch bei mir passiert. Also das gibt es ja auch Eskalationsstufen. Denken wir mal an den an den Friseur, wo man denkt, was hat er mit Datenschutz zu tun? Ja, der Friseur hat halt seine Kunden. Okay, gut. Und dann hat er aber in seiner Liste in seinem Büchlein zum Beispiel drinstehen, dass die eine Kundin, die da kommt, dass sie allergisch auf dieses Mittel ist, dass sie also ein anderes Haarfarbe, Mittel oder Waschmittel haben muss.

Ja, und schon sind wir bei Gesundheitsdaten. Gesundheitsdaten sind besonders sensibel und besonders aufzubewahren und zu besonders besonders zu schützen. Und wenn man dann so was möglicherweise noch mit einem Online Kalender verbindet, der möglicherweise auch nicht hundertprozentig geschützt ist, dass der Kunde also seinen Termin buchen kann. Dahinter liegen aber dann die Kundendaten und das kann gehackt werden und so weiter. Und schon haben wir ein riesen Schlamassel. Und der Friseur bekommt dann vielleicht ein Bußgeld von 50000 Euro, was ihm nicht besonders Freude macht und was bei bestimmten Friseursalons sicherlich auch schon existenzgefährdend sein kann.

Ich habe das Gefühl, dass viele Unternehmen oder Friseure oder überhaupt jeder gar nicht das Bewusstsein entwickelt hat, wo er überall personenbezogene Daten im Unternehmen verarbeitet. Ich habe immer das Gefühl, es steht ihnen ganz gute Beratung zu bekommen. Würde man aber durchgeht und guckt Wo werden denn überhaupt jetzt DSGVO relevante Daten überall angefasst? Zu der Regel häufiger der Fall, als das vielen bewusst ist?

Das hat sich bewährt. Also wenn ich irgendwo unterwegs bin, dann gehe ich schon her und versuche nicht die Beratung zu machen vom grünen Tisch heraus, sondern tatsächlich zum zum Kunden, zu Mandanten hinzugehen und anzuschauen, was vor Ort tatsächlich los ist. Und da stellt man dann eben durchaus viele Unstimmigkeiten fest. Also einmal die Frage Was wird überhaupt an? Hatten verwendet, das haben die meisten gar nicht so sehr auf dem Schirm, die denken vielleicht noch an ihre eigenen Personaldaten, Mitarbeiter und so weiter.

Aber was ich gerade skizziert habe mit dem Friseur und den Gesundheitsdaten, diese Beziehung wird gar nicht hergestellt. Wie auch? Ein Friseur ist kein Datenschutzbeauftragter und subsumiert das jetzt nicht zwingend unter Gesundheitsdaten. Aber so kann man das über alle Branchen brechen. Das ist sicherlich ein fehlendes Gespür, gibt aber nicht, weil man das nicht will. Wir haben alle in Deutschland Datenschutz ja schon lange in Anführungszeichen populär, so dass wir ein gewisses Gespür dafür haben, dass wir unsere Daten nicht so ohne Weiteres rausgeben.

Aber trotzdem ist natürlich die einzelne Verwendung in Beruf schon ein Problem. Beispiel Nehmen wir mal ganz normal den Mitarbeiter der Mitarbeiter vor Ort und dessen E-Mail-Adresse, die nun Horst heißt, irgendwas heißt oder die Durchwahl. Da stellt man sich schon die Frage wieso das ist doch sind doch Firmendaten und so weiter. Aber solange der dort angestellt ist und persönlich angesprochen werden kann, ist das ein persönliches Datum. Das heißt, diese Verwendung, diese Sammlung, wenn ich jetzt externer Berater bin und so weiter.

Ich sammele dann diese Ansprechpartner ist wiederum eine datenschutzrechtlich relevante Liste. Nur weil die auf der Visitenkarte steht und geschäftlich verwendet wird, heißt es nicht, dass es kein persönliches Datum ist. Nach dem Motto Ist doch Firma Adresse und deswegen kein persönliches Datum. Das ist leider nicht so. Dann müsste da stehen Info oder Post oder Kontakt oder ähnliches. Aber ist es dann ein persönliches mit persönlichen Bezug Name, Vorname oder nur Nachname oder abgekürzt Vorname? Dann ist es ein persönliches Datum oder die Durchwahl, solange das kein Zentral Telefon ist.

Nach dem Motto Drei Leute teilen sich ein Telefon gehört auch dazu. Das vergessen die meisten Leute und so kann man durch Unternehmen gehen und dass man ein bisschen durchdeklinieren. Und dann findet man eben auch Videokameras oder Gruppenfotos oder Internetseiten, auf denen die Mitarbeiter abgebildet werden, was ja eine tolle Sache ist. Aber keiner macht sich Gedanken darüber, dass auch die Bilder der Personen in diesem Bereich fallen. Also informationelle Selbstbestimmung umfasst auch das Recht am eigenen Bild. Das heißt, ich muss nachweisen als Verwender, dass der Mitarbeiter zugestimmt hat.

Und was mache ich mit dem Gruppenfoto, wenn der Mitarbeiter ausscheidet? Muss ich das Pixel, muss ich das nicht pixeln? Das hängt ein bisschen davon ab, wie die Zustimmung des Mitarbeiters aussah und natürlich auch, ob der Mitarbeiter möglicherweise im Nachgang mit dem Ausscheiden gesagt hat. Ich möchte aber nicht mehr, dass Sie meine Bilder verwenden. All diese Fragestellungen, das sind halt Dinge, die muss man klären, die muss man auf dem Schirm haben, sowohl als Geschäftsführer als auch als Compliance Beauftragter und so weiter.

Und deswegen ist es gut, dass er mir gerade hergekommen. Wenn man mal durch Unternehmen geht und die auch mal ein bisschen an sich die Strukturen anschaut und dann mögliche Fragestellungen dort aufwirft und die man dann abarbeiten kann.

Ja, das nach wie vor ein sehr komplexes und für mich auch sehr interessantes Thema. Sag uns doch bitte noch kurz wie und wo kann man nicht erreichen, wenn man einen kompetenten Rechtsanwalt zur Unterstützung mal brauchen würde.

Einfach unter Biotech Ltd. Da findet man sowohl die GmbH als auch das verzweigt sich dann die Kanzlei. Und je nachdem worum es geht, geht es um Datenschutz in die GmbH. Ich mache natürlich auch als Anwalt datenschutzrechtliche Beratung, aber die Bestellung des Datenschutzbeauftragten und viele andere Themen habe ich über die GmbH. Die Rechtsberatung mache ich über die Rechtsanwaltskanzlei, aber beides ist über diese Adresse erst einmal erreichbar. Da sind auch meine Kontaktdaten und weitere Informationen.

Prima, Horst, dann danke ich dir recht herzlich, dass du die Zeit gefunden hast, uns dieses Interview zu geben. Es wird unsere Hörer freuen und vielleicht treffen uns in einem halben Jahr noch mal wieder und reden darüber, was ich getan hat, weil das ist ja alles in Bewegung. Gerne. Danke, danke schön.

Ja, spannendes Thema. Whistleblower ist natürlich auch hochaktuell.

Ja, vor allen Dingen hatte ich es auch selber gar nicht auf dem Schirm. Hat mich sehr überrascht, dass da jetzt was kommt, weil das wird ja auch gar nicht so breitgetreten und ist ja auch ein sehr spezielles Thema. Wie hat sie sonst so gefallen? Die DSGVO ist ja so dein Steckenpferd, wenn es um Regelungen geht, die du nicht so gut findest.

Na ja, da haben wir auch schon drüber gesprochen. Natürlich finde ich es grundsätzlich erstmal gut und auch sehr wichtig. Ich glaube immer nur, dass es in der Folge dann immer die Kleinen trifft und die Großen können sich da einfach wunderbar vorsehen oder auch anders mit entsprechenden Strafen umgehen, auch wenn die Strafen entsprechend angepasst sind. Aber er hat jetzt ja gerade dieses Beispiel genannt. Dem Friseur, der jetzt nicht aus aus bösem Grund, sondern im Gegenteil, um der guten Kundin die Kopfhaut nicht zu versetzen, sich dann gesundheits relevante Daten notiert hat und dann 50000 Euro Strafe zahlen muss, weil er damit irgendwie den Datenschutz verletzt hat, was sachlich nachvollziehbar ist.

Aber wo ich natürlich wieder denke Klar, da ist der einzelne kleine Friseur im Grunde ruiniert. Mit seinen Angestellten, seinem kompletten Laden kann er wahrscheinlich dichtmachen bei so einer Strafe. Und es steht für mich nicht im Verhältnis zu dem Anlass. So und gleichzeitig wird dann der Laden vielleicht von der Kette übernommen und die hat dann irgendwo in Berlin ihre zentrale Rechtsabteilung sitzen und hat mit sowas natürlich keine Probleme und gibt auf fertige Anweisung raus, wie mit solchen Daten zu verfahren ist oder sagt eben Ja, dann lasse ich doch die Leute die Kopfhaut verletzen, aber wir schreiben solche Daten nicht auf.

Ist jetzt etwas überspitzt, aber du weißt, was ich meine.

Ja klar, aber für mich ist das mehr so ein work in progress. Die DSGVO, die wird teils durch Rechtsprechung dann auch weiterentwickelt und auch dahingehend, dass es wirklich umzusetzen ist, weil die Nutzer ja keine Regelung, keine gesetzliche Vorgabe, die de facto nicht umzusetzen ist. Und da wird wahrscheinlich nachgebessert werden. Also die hat sich schon sehr verändert. Die DSGVO, da wird jetzt auch noch Bußgelder verhängt. Tatsächlich inzwischen, und das entwickelt sich weiter. Das ist ja nicht statisch, sondern es wird, wird, wird weiter ausgebaut, optimiert und hoffentlich auch mal dann irgendwann eine Regelung, mit der wir alle gut leben können.

Und ich hoffe auch, dass ich in dieser Sache noch mal was entwickelt. Also natürlich auch das, was er da beschrieben hat. Sieht man auf den wenigsten Webseiten, das wirklich genau in gleicher Farbe beide Optionen angeboten werden. Und auch da natürlich wieder gerade kleinere Webseiten, die sich mit Mühe überhaupt mal an das Cookie setzen, gewöhnt hat. Nur die entsprechenden Hinweis. Übrigens in vielen Fällen völlig umsonst, weil WordPress TYPO3 solche Systeme, wenn du gar kein Marketing mit den Sachen machst, ja standardmäßig eigentlich überhaupt keine Cookies setzen, aber Kunden einfach aus Gewohnheit schon erwarten, dass das Cookie Banner zu sehen ist.

Aber ich hoffe, dass das auch noch mal irgendwie anders geregelt wird und wir diese ewige Trickserei, um an eine Information zu kommen, dann auch mal vermeiden können. Sich da auch eine Entwicklung.

Naja, also das das ist das jetzt mit dem Nudging, also dieses das Zustimmen grün und das andere hellgrau, das Ablehnen. Das heißt, dass das jetzt angegangen wird, finde ich einerseits gut, weil du bist ja doch bestrebt, das möglichst schnell wegzukriegen. Alles. Andererseits verstehe ich natürlich auch den SEO Experten, der sagt Ich kriege keine Daten mehr. Ich kann meinen Job nicht mehr machen, weil mir keiner zubilligt, dass ich irgendwelche irgendwelche Daten fürs Marketing auswerten kann.

Das ist natürlich gerade für die, die Social Media Marketing ist oder die SEO Spezialisten ist das natürlich schwierig, da jetzt ihren Job zu machen.

Auch wenn ich jetzt die SEO Spezialisten in unserem Freundeskreis damit etwas verärgern werde. Aber manchmal stelle ich mir auch eine Welt ganz schön vor, in der da einfach für alle die gleichen Regeln gelten. Also das wäre ja für die EU-Experten gar nicht so verkehrt. Die hätten dann einfach nur andere Maßstäbe, nämlich das, was am Ende des Monats an Umsatz entsteht, aus der Seite heraus. Aber wir würden alle mit Seiten arbeiten, wo wir nicht permanent die Besucher tracken und uns trotzdem umso mehr bemühen müssen, dass die Inhalte gut sind.

Und vielleicht würden dann auch die Inhalte wieder besser und nicht SEO gerechter.

Genau, ich will das auch gar nicht schlecht, weil das was wirklich problematisch ist, ist ja ein Wettbewerbsvorteil der, den er inne hat und der andere nicht. Das ist unfair. Und das ist eigentlich auch immer die die Basis für eine Abmahnung. Das ist nun das Wettbewerbsrecht, wo sich jemand unrechtmäßig einen Wettbewerbsvorteil verschafft und dann ist das Abmahnen fähig. Und ich habe auch nichts dagegen, wenn wir wie früher einfach immer das Internet verwenden und uns nicht beobachten lassen müssen.

Da bin ich gar nicht so dagegen. Das sehe ich genauso wie du.

Und Nebeneffekt könnte sein, dass dann die Kleinen, die dann vielleicht immer mehr Zeit und Liebe in ihre Seiten stecken, dann doch wieder mehr bevorzugt werden und man dann tatsächlich bei der Suche nach einem Hotel auch das Hotel findet und nicht erst mal 12 Seiten mit Booking.com und anderen Anbietern durchblättern muss.

Ja, sehr gut. Wie sieht es denn mit dem anderen Thema Bundestagswahl aus? Soll man da noch kurz drüber reden? Wie hat dir das gefallen? Das Ergebnis? Wie hast du das erlebt?

Die statistisch Hochrechnungen, die Darstellung der Daten von Herrn Schönenborn auf seinem Multi Touchpad. Oder weil es mir die Inhalte.

Ich meine sowohl die Inhalte als auch, wie das alles gelaufen ist. Ich habe zum Schluss gemerkt, ich bin auch wirklich Wahlkampf müde. Aber im Endeffekt finde ich es ganz gut, dass sich zumindest was verändert hat, weil wir waren ja doch nach 16 Jahren mehr oder weniger im Stillstand hier. Gerade was unsere Themen Digitalisierung angeht. Da finde ich ganz gut, dass da ein bisschen die die Dose mal ein bisschen durchgeschüttelt wurde.

Da bin ich dann auch ganz optimistisch, wir müssen dann zur Einordnung sagen Wir nehmen heute auf, am 12. Oktober, ich weiß nicht, wie lange ich brauche, um das Ganze online zu stellen, oder ich weiß auch gar nicht genau, wann der Sendetermin jetzt bei Scream Day ist. Aber es ist auch nicht zu befürchten, dass die angedachte Koalition uns bis dahin um die Ohren fliegt. Aber nur für den Fall. Heute ist also der 12. Oktober. Von diesem Wissensstand aus sprechen wir nehmen.

Und da finde ich die Vorstellung, dass wir so eine ökologischere und gleichzeitig aber vielleicht auch technologisch digitalisierte Welt in Deutschland bekommen könnten, dann durchaus ja optimistisch. Stimmt. Was ich erfreulich fand, war, dass sich hier offensichtlich der Schaden durch Einfluss im digitalen Umfeld in Deutschland im Moment noch ein bisschen begrenzt gehalten hat. Man hat so ein paar Kampagnen mitbekommen. Also gerade auch am Anfang sind ja einige Kampagnen vor allem gegen die Grünen gelaufen im Internet, aber ich glaube, da wäre weitaus mehr möglich gewesen.

Ja, ich hätte auch gerne Informationen darüber, ob das ähnlich vergleichbar war in Deutschland, wie es in Amerika war, was Facebook anging, dass darüber manipuliert wurde und mit einem gezielten Targeting halt eine Einflussnahme auf die auf die Meinung der der Facebook-Nutzer stattgefunden hat. Das würde mich mal interessieren. Hast du irgendwas drüber gehört?

Meines Wissens ist in Deutschland nicht so viel gewesen, aber es gab da zu dem Thema eine sehr interessante Dokumentation bei Arte die Dokumentation Propaganda-Maschine Social Media. Da wird dargestellt, wie in den letzten 15 Jahren Facebook, Twitter und anderen Medien immer massiver genutzt worden sind, um bis hin zum politischen Umsturz quasi die öffentliche Meinung zu manipulieren. Und was mir da. Das weiß man natürlich zum Teil. Man hat es ja auch gerade mitbekommen durch den aktuellen Fall. Was mir aber zum Beispiel völlig neu war, war, dass der indische Präsident eine eigene App quasi herausgibt, über die er nicht nur unglaublichen Einfluss auf die öffentliche Meinung hat, sondern gleichzeitig natürlich seine Wähler oder im Grunde fast ein ganzes Volk damit eigentlich tracken kann.

Ja, das ist ja Wahnsinn. Gerade in den sozialen Medien und mit den Apps, da hast du ja wirklich. Da lernst du den Menschen ja gut kennen und weiß, was er, was er mag, was er nicht mag, was er sich anguckt, wie lange er sich Sachen anguckt und das natürlich ziemlich gefährlich für eine Manipulation. Und de facto wird es ja auch dazu verwendet, um politische Meinungen zu verbreiten bzw. zu verstärken.

Und so eine App in der bisher doch immer noch größten Demokratie der Welt, glaube ich, ist die richtige Bezeichnung für Indien. Ist natürlich besonders erschreckend. Da hast du dann auch nicht mehr die Möglichkeit, den Stecker zu ziehen, wie es Twitter und Facebook bei Trump ja dann zumindest zum Schluss gemacht haben.

Das ist de facto so. Wer legt ja auf die die indische App sie von der Regierung direkt?

Die ist meines Wissens nach mit einer Agentur, die die erstellt hat, gemacht worden. Wird alles genau in der Doku beschrieben. Wir wollen gar nicht weiter vorgreifen. Propaganda-Maschine, Social Media in der Arte Mediathek und es gelaufen am fünften zehnten also sollte noch einige Zeit verfügbar sein.

Das werde ich mir auf jeden Fall angucken. Vielen Dank für den Tipp, Stefan. Für mich auf jeden Fall ein Machtvakuum bei Arte und was sonst. Betroffen durch den großen Ausfall von Facebook, Instagram und und WhatsApp.

Nein, eigentlich nicht. WhatsApp habe ich noch nie verwendet, weil ich bin kein großer Freund von Facebook, weil die sind mir wirklich zu intim. Was sie alles von einem wissen. Instagram nutze ich auch nicht wirklich und Facebook eigentlich nur für irgendwelche Meetups und irgendwelche Communitys, wenn es um WordPress geht oder Programmierung oder ähnliches. Und das hat mich jetzt nicht groß gejuckt. Bei dir.

Ich habe es an dem Tag selber nicht festgestellt Für Facebook ist es natürlich insofern schwierig, weil wir das ja auch per Stream oder auch hier zur Verbreitung unseres Podcasts benutzen. Ich glaube, da läuft auch letztendlich mehr über Twitter. Ich fand es schon interessant, dass offensichtlich für einen Teil der Bevölkerung damit ein halber Tag verloren war, weil ihre kompletten Medien damit zusammengebrochen sind. Interessant fand ich ja auch die zeitliche Nähe zu dieser Aussage von der Facebook Mitarbeiterin und auch der Vorladung von Mark Zuckerberg zu diesem Thema.

Was für mich im ersten Moment ja fast so aussah, als ob es da so eine Art Sabotageakt gab, um um besonders auf das Thema hinzuweisen. Aber das hat sich glaube ich in keiner Weise irgendwo erhärtet.

Nein, ich glaube auch das hat sich nicht erhärtet bisher. Und für mich ist halt ständig irgendwas mit Facebook, dass irgendein Whistleblower irgendwie ein Leak berichtet. Und für mich verschwimmt da schon alles so, ich bin mal gespannt, wie das weitergeht. Mark Zuckerberg und Facebook, das sollte meiner Meinung nach schon mehr reguliert werden, was hoffentlich jetzt auch passiert, wenn es um junge Leute geht. Mein Sohn ist 11, jetzt fast. Ich sehe, wie er mit sozialen Medien umgeht und mit dem Internet als solches.

Die sind halt sehr beeinflussbar und da hat Facebook ja auch kein Problem mit, das zu nutzen. Und auch für Instagram sind die die Jugendlichen gerade in der Pubertät sehr anfällig, wenn da irgendwelche Körperbilder vermittelt werden. Das stelle ich mir schon problematisch vor. Damit umzugehen, jetzt in Zukunft, dass das halt nicht irgendwann in einer Katastrophe endet.

Ja, bleibt zu hoffen, dass das Ganze mal zerteilt wird und wäre natürlich auch für den Markt interessant, wenn es einfach auch mehr Anbieter gibt, gäbe es sicher auch interessantere Funktionen und deutlich mehr Sicherheit für die Beteiligten. Genug philosophiert haben wir ja schon. Ein Thema für die nächste Ausgabe.

Ja, ein Thema digitaler Führerschein. Was denn schon ein Stefan?

Brauche ich den?

Nein, der sollte jetzt eigentlich kommen. Aber das ist wohl der. Da waren die Apps nur ein paar Tage im Play Store und bei ein bei bei Apple verfügbar. Und inzwischen ist ja auch schon wieder beerdigt, weil Datenschutz Mängel und die Server waren zu schlapp für den Ansturm digitaler Führerschein. Den wird jetzt bis auf Weiteres wohl doch nicht geben. Eigentlich sollte das wirklich der der Führerschein sein, den du in deinem Smartphone mit dir führst und nicht mehr physikalisch als als Karte oder als Papier in deinem Portemonnaie.

Und das hat der Liebe an die Scheuer glaube ich auch wieder nicht hinbekommen.

Zweckmäßigkeit ist mir jetzt aber auch nicht direkt vermittelbar. Ich war nicht ganz froh, dass ich irgendwann den Führerschein in Check Datenformat hatte, nachdem ich glaube ich bis dahin immer noch meinen ersten Führerschein aus dem 1984 bei mir getragen habe. Das Lichtbild lag ja immer lose drin, weil sich das dann glaub ich nach dem siebten Wash Vorgang als abgelöst hat. Also da fand ich die Karte dann schon einen ziemlich großen Vorteil, aber warum nicht auch digital?

Ja schon, aber das ist für mich schmeckt auch so ein bisschen nach Aktionismus. Deutschland muss digitaler werden, wir hängen da zurück und jetzt machen wir irgendwas. Zum Beispiel digitalisieren wir unsere Führerscheine und das geht dann wieder in die Hose. Also symptomatisch leider. Und jetzt sind wir, glaube ich, wie in jeder zweiten digitalen Kohle Folge wieder dabei, dass wir heute darüber sinnieren, wie schade das ist, dass wir das alles nicht hinkriegen. Aber vielleicht wird ja in Zukunft besser.

Genau, wir haben es ja schon angesprochen. Die politischen Weichen werden vielleicht ja neu gestellt, aber ich glaube, ich sehe auch schon in deinem Grinsen, dass es dann vielleicht doch zu optimistisch. Wir werden es begleiten. Ich denke für heute erst mal genug.

Bis dahin mach’s gut, glüht weiter. Bis zum nächsten Mal.

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